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Pipipause für Terra Preta
11. März 2019
- Makroaufnahme Pflanzenkohle: mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Kurt Wirz, www.farben-und-formen.com - Scheut, Ute: "Terra Preta" , 2.Auflage, 2013, bekomm Verlag München - Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenkohle

Laut Umweltbundesamt sorgt jeder Bürger Deutschlands pro Kopf für einen Ausstoß von 11,1 Tonnen CO2. Klimaverträglich hält die Behörde 2,5 Tonne. Die Weltbevölkerung liegt mit 6,8 Tonnen schon klar darüber.

Wir können viel tun, um unser Verhalten und weniger CO2 in die Atmosphäre zu schicken.

Wir können CO2 wieder in den Boden einlagern – mit Hilfe von Holzkohle.

 

Pflanzenkohle ist in ihrer Herstellung und in ihrer Einlagerung im Boden KLIMAPOSITIV!

 

Pflanzenkohle allgemein:

Pflanzenkohle besteht zum überwiegenden Anteil aus reinem Kohlenstoff, der von Mikroorganismen nur sehr langsam abgebaut werden kann. Wird diese Pflanzenkohle in landwirtschaftliche Böden oder in unserem Garten eingearbeitet, dann bleibt ein Anteil von über 80% des Kohlenstoffs für mehr als 1000 Jahre, ja für Jahrtausende, stabil! (Ähnlich wie Braunkohle und Erdöl).

Die Einarbeitung von Pflanzenkohle ist damit eine Möglichkeit das ursprünglich (durch Photosynthese) von den Pflanzen eingelagerte CO2 langfristig der Atmosphäre zu entziehen und dadurch den Klimawandel abzubremsen.

Bei der letzten Klimakonferenz wurde darüber gesprochen, aber es gab keinen Entscheid.

Was die Politik nicht entscheidet, können wir jedoch umsetzen:

Kohlenstoff in Form von Pflanzenholzkohle in den Boden einlagern!

Mit Terra Preta!

 

Die fantastischen Eigenschaften der Pflanzenkohle begeistern:

 

Pflanzenkohle als Bodenverbesserer:

Pflanzenkohle trägt in zahlreichen Regionen der Welt zur Bodenverbesserung bei. Meist wird die Pflanzenkohle dabei mit anderen organischen Reststoffen wie Viehmist, Kompost oder Bokashi in den Boden eiggebracht. Die Pflanzenkohle dient dabei for allem als Trägermittel für Nährstoffe sowie als Mikrolebensraum für Bodenmikroorganismen wie Bakterien und Pilze. Das bekannteste Beispiel für den Einsatz von Pflanzenkohle zur nachhaltigen Verbesserung verwitterter Böden ist Terra Preta.

Pflanzenkohle an sich ist kein Dünger, sondern Trägermittel für Nährstoffe und Lebensraum für Mikroorganismen.

Pflanzenkohle ist leicht. Die meisten organischen Bestandteile sind aus ihr heraus gebrannt, übrig geblieben ist ein poröses schwarzes Stück , dass vor allem aus Kohlenstoff besteht. Durch die Porösität besitzt die Pflanzenkohle eine unglaublich große Oberfläche, 1 qcm Pflanzenkohle hat eine Oberfläche von 100 bis 300 qm, also nahezu einem Fussballfeld! Dadurch kann sie bis zur fünffachen Menge ihres Eigengewichtes an Wasser und Nährstoffen aufnehmen. Sie hat also eine hohe Adsorptionskapazität. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die hohe Kationenaustauschkapazität. Diese ist ein Maß für die Fähigkeit, positiv geladene Ionen (Kationen) an der Oberfläche der Pflanzenkohle reversibel zu binden und wieder für Pflanzen und Mikroorganismen verfügbar zu machen. Die Fähigkeit hierzu nimmt im Kontakt mit Sauerstoff und den festen Bestandteilen des Bodens zu und erreicht erst nach einiger Zeit ihren Höchstwert.  Eine hohe Austauschkapazität verhindert das Auswaschen von mineralischen wir organischenNährstoffen, sorgt für eine höhere Nährstoffverfügbarketi und bindet zudem für das Bodenleben giftige Substanzen.

Durch den Eintrag von aktivierter Pflanzenkohle in landwirtschaftlich genutzte Böden lassen sich Auswirkungen auf die Bodenaktivität, Bodengesundheit und Ertragskapziät erzielen.

Damit die Pflanzenkohle ihre positiven bodenverbessernden Eigenschaften zur Wirkung bringen kann, muss die Pflanzenkohle erst einmal mit Nährstoffen aufgeladen und biologisch aktiviert werden. Die Anleitung dazu findest du hier.

Die Summe all der positiven Eigenschaften macht Pflanzenkohle zu einem hervorragenden Träger von Nährstoffen. Mikroorganismen finden hier ideale Lebensräume vor. Das belebt den Boden und ermöglicht Symbiosen zwischen Mikroorganismen und Pflanzenwurzeln.

Die Pflanzenkohle verhält sich bildlich gesprochen wie ein Schwamm (siehe Foto), der Wasser und Nährstoffe aufsaugt und diese bei Bedarf wieder an die Pflanzen abgibt. Wenn sie in Ackerboden eingebracht wird, lassen sich neben dem Klimaschutz weitere positive Auswirkungen erzielen.

In wissenschaftliche Untersuchungen konnten unter anderem folgende Vorteile für die Bodenkulturen nachgewiesen werden:

  • Die Speicherfähigkeit für Wasser wird verbessert. Längere Trockenperioden, die aufgrund des Klimawandels weltweit häufiger werden, können dadurch ohne Ernteausfälle überstanden werden.

  • Das Bodenleben wird aktiviert. Zuwachs der Bodenbakterien, die in den Nischen der hochporösen Kohle einen idealen Lebensraum finden. Dadurch wird die Nährstoffumsetzung gefördert, denn die Bodenbakterien schließen Nährstoffe für die Pflanzen auf.

  • Die Wurzelmykorrhizen (Bodenpilze) nehmen zu. Die Wurzelmykorrhizen leben in Symbiose mit den Pflanzen an und in deren Wurzeln und vermehren sich, wodurch Pflanzen besser Wasser und Mineralstoffe aufnehmen und sich gegen Pflanzenschädlinge wehren können.

  • Nährstoffe werden besser verwertet; dies sorgt für vermehrtes Pflanzenwachstum und höhere Erträge.

  • Giftig Bodenstoffe werden abgebaut. Schwermetalle werden sehr effizient und langfristig von der Pflanzenkohle fixiert. Dadurch wird die Lebensmittelqualität und der Grundwasserschutz verbessert.

  • Der Boden wird besser durchlüftet, stickstoffsammelnde Bakterien vermehren sich, klimaschädliche Methan und Lachgas-Emissionen werden reduziert.

  • Effizientere Nährstoffdynamitkf, die sowohl für erhöhtes Pflanzenwachstum, als auch für verminderte Nährstoffauswaschung sorgt.

  • Verbesserung der Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Krankheiten.

Quellennachweis:

– Makroaufnahme Pflanzenkohle: mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Kurt Wirz, www.farben-und-formen.com
– Scheub, Ute: „Terra Preta“ , 2.Auflage, 2013, bekomm Verlag München
– Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenkohle

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