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Zug statt Flug
3. Februar 2019

Wie ist man an einem grauen Tag im Februar nachhaltig?

Wir machen ihn uns bunt und starten neue Projekte!

Wir machen erste Schritte zum eigenen

Trockenklo:

Das heißt dann doch erstmal ab in den Baumarkt und  „Zutaten“ kaufen:

  • Zwei Maurerbottiche

  • Ein Trichter mit Flexiblem Ablauf

  • eine Toilettenbrille mit Holzkern

  • Ein Kunststoffeimer.

Ein Trockenklo/Kompsottoilette ist schon lange mein Traum. Du lachst? Wirklich!

Als Kind habe ich die „Plumpsklos“ in der Nachbarschaft erlebt, mein Vater erzählte, wie dieser menschliche Abfall früher die Apfelbäume reichlich Früchte tragen ließ. Damals wurden die Toilettenbehälter seiner kleinen Schule, die er leitete, einmal jährlich entleert. Vorher wurden Gräben um die Apfelbäume gegraben und dort hinein kam der menschliche Abfallstoff. Ergebnis waren Apfelblütenmeere im Frühjahr (mein Vater war Imker und deshalb sehr bedacht, dass seine Tierchen gut gefüttert wurden) und im Herbst reiche Obsternten.

Und ich finde Kläranlagen, weite Pumpwege des Klärgutes, die Wasserverschwendung zum wegspülen unserer „Abfälle“ im Spülklo einfach absurd. Anstatt dessen gibt es Möglichkeiten geruchsarm und ohne viel Arbeit diese menschlichen Fäkalien in einen wunderbaren Boden zu transformieren.

 

Als ich mich über das Trockenklo informiert habe fand ich zur Terra Preta, selbstgemachter Schwarzerde! Fasziniert bin ich!

Hier ein paar ganz kurze Infos dazu. Es kommt mehr, versprochen!!!

Terra Preta

Als Zutaten braucht man:

  • Pflanzenkohle (10 – 20%)

  • Küchenabfälle

  • Mikroorganismen

  • Wasser

ergänzend können viele weitere Materialien hinzugegeben werden:

  • Tonmineralien/Gesteinsmehle

  • Seetang

  • Fäkalien

  • Urin

  • Tiermist

Den Bau unseres Trockenklos verfolgen wir heute nicht weiter, morgen ist auch noch ein Tag.. und Übermorgen…

und erstmal ist Terra Preta jetzt ein heißes Thema!

2 Comments

  1. Guten Abend Gesche, heute Vormittag war ich mit meiner Frau in der Norderstraße in Flensburg und wir kauften bei MOMO ein. Dort fand ich die letzte Karte mir der bunten Einführung in die Herstellung von Terra Preta. Sie erinnerte mich an eine ähnliche nicht ganz so bunte Anleitung der Japanerin Ayumi Matsuzaka, die ich 2013 auf der 1. Internationalen Terra Preta Konferenz in Hamburg Harburg traf.
    Ich betreibe mit meiner Frau ein Gästehaus auf der Ostseite Schleswig Holsteins und praktiziere die Herstellung der Terra Preta seit 2012. Seit vier Jahren stellen wir im Rahmen des touristisch geprägten Osterfeuers in einer Kontiki Senke Holzkohle her, die ich neben Küchenabfällen, Grasschnitt, Reet, Schafmist, menschlichen Ausscheidungsprodukten, Steinmehl und Laub in Rottemieten schichte. 3 bis 4 Jahre überlasse ich die Mieten den Mikroorganismen aus der Luft, dem Boden und dem Regen. Ich merke schon, ich verliere mich in Einzelheiten. Wenn du Interesse hast, können wir unser Erfahrungswissen austauschen.
    Lieber Gruß Reinhard

    • Gesche sagt:

      Lieber Reinhard, danke für deinen Kommentar! Ich freue mich, das die Karten gefunden werden und bin interessiert mich mit Menschen auszutauschen, die in diesem Bereich Erfahrungen sammeln!
      Herzlich, Gesche

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